Viele Kriegerdenkmäler
sind stumme Zeugen ...

… einer Ideologie, die nicht dem Frieden und der persönlichen Trauer, sondern der Verklärung von Militär, Nation und Kriegstod dient. In der Weimarer Republik, in der Nazi-Zeit und auch noch in der Bundesrepublik bis in die 70er Jahre versammelten sich an diesen Denkmälern Vertreter aller gesellschaftlichen Institutionen für Feiern und Rituale vor allem am Volkstrauertag. Unter Ausblendung von Verantwortung und Schuld wurde der Mythos des »tapferen Soldaten« und einer »anständigen Wehrmacht« zelebriert.

Doch mit der Friedensbewegung veränderten sich vielerorts auch die Gedenkfeiern und Rituale, manchmal verbunden mit kleinen Neugestaltungen der Denkmäler. Im Zentrum steht dabei die Erinnerung an Schuld und der Aufruf für Frieden und Verständigung.

An Krieg erinnern −
Verantwortung erkennen

In großer Übereinstimmung mit Kaiserreich und Deutschem Reich − nur die Demokratie der Weimarer Republik wurde nicht mitgetragen − beteiligten sich die Kirchen im letzten Jahrhundert an der moralischen Legitimierung der Kriege und machten sich mitverantwortlich für die zahllosen Toten.

Wie konnte es dazu kommen?
Was sind heute die Herausforderungen für eine Friedensethik?