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Kritik der Kriegsverklärung

Auseinandersetzung mit Kriegerdenkmälern


Auch wenn die meisten Menschen mit der Botschaft der Kriegerdenkmäler nicht mehr einverstanden sind, bleiben sie doch unwidersprochen und unangetastet. Es scheint so, dass Kirchengemeinden und politisch Verantwortliche die mit einer Umgestaltung verbundenen Konflikte scheuen oder sich keine Alternativen vorstellen können. Doch Veränderungen sind möglich und finden zunehmend positive Resonanz. Das zeigen einige Beispiele.

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Kriegerdenkmal bei der St. Johanniskirche in Hamburg-Altona

Schon vor zwei Jahrzehnten entschied die St. Johannisgemeinde in Hamburg-Altona, »ihr« Kriegerdenkmal so umzugestalten, dass es nie wieder als Propaganda für Heldentum und Kriegsverherrlichung genutzt werden konnte. 

HH Altona Kundgebung web

● Damals Pastor der St. Johanniskirche: Ulrich Hentschel spricht bei einer der ersten Aktionen zur Umgestaltung

HH Altona Einweihung Gegendenkmal web

● Einweihung des Gegendenkmals von Rainer Tiedje am 5. Mai 1996. Beide Fotos hat Günter Zint, www.panfoto.de, gemacht.

Eine kleine Broschüre informiert über die Gründe der Gemeinde, über die starke öffentliche Resonanz mit Pro- und Contra-Stimmen und die ersten Schritte zur Veränderung. Was nicht mehr dokumentiert ist: Der am Ende vorstellte Entwurf wurde bald danach realisiert und fand seitdem viel Zustimmung.

 

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Ein Foto von Denkmal und Gegendenkmal können sie auf der ersten Seite dieser Website (>home) ansehen. Ausserdem ist das Denkmal auch auf der Seite >Kriegerdenkmäler >Hamburg dokumentiert.

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SENDUNG IM DEUTSCHLANDRADIO KULTUR 2012

Kirche contra Kriegsverklärung

Der schwierige Umgang mit Soldatendenkmälern
von Kirsten Westhuis

Deutschnationale Heldenverehrung, Militarismus und Revanchismus: Tausende Kriegerdenkmäler erinnern hierzulande an tote Soldaten  aus heutiger Sicht häufig auf problematische Weise. Die Kirchen suchen nun nach einem zeitgemäßen Umgang mit den Gedenkstätten.

O-Ton Hentschel: Dieses Denkmal ist eine Säule, wo an drei Seiten Kriegerfiguren abgebildet sind, mächtige Männer mit gesenktem Schwert, mit einem Schild. Die Männer sind überlebensgroß, ich schätze fast an die drei Meter, also es sind typische Heroen, Heldengestalten.

Veraenderung HH Johannis web

Ulrich Hentschel tritt vorsichtig über die mit Hundekot übersäte Grünfläche neben der Kirche, auf der das Denkmal aus dem Oktober 1925 steht. Der 62jährige Theologe war lange Jahre Pastor der evangelischen Johanniskirche im Hamburger Bezirk Altona. Jetzt ist er Studienleiter für Erinnerungskultur an der Evangelischen Akademie der Nordkirche. In den 20er Jahren war die Fläche neben der Kirche ein öffentlicher Raum und so wurde das Denkmal direkt neben dem Gotteshaus errichtet. Die Inschriften auf dem Podest zu den Füßen der Kriegerfiguren sind mit Farbe besprüht, einzelne Keramikbuchstaben sind herausgebrochen:
 
O-Ton Hentschel: »Zur Erinnerung, kommenden Geschlechtern zur Ermahnung und zur Nacheiferung.« Also alles ist drin enthalten, nicht nur die Erinnerung und eben nicht die Mahnung zum Frieden, die man ja unter Umständen hätte erwarten können, sondern es wird die Mahnung  verstanden: »wir wollen wieder in den Krieg ziehen«, mit der Aufforderung zur Nacheiferung.
    
Die räumliche Nähe zur Kirche verleihe dem Tod der Soldaten eine höhere Weihe, sagt Hentschel. Dieses Denkmal aus den 20er Jahren mit seiner monumentalen und heroisierenden Ästhetik ist auch heute noch wichtig, sagt der Theologe. Denn es erinnere nicht nur an den ersten Weltkrieg, sondern auch an die Zwischenzeit, in der der Zweite Weltkrieg vorbereitet wurde. ...

 

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G20-Gipfeltreffen in Hamburg 2017

Die Wiese rund um das Kriegerdenkmal so schön wie nie zuvor. Eine Protestgruppe aus dem Wendland hat mit vielen Sympathisanten für einige Tage eine solidarische und gastfreundliche Gemeinde gefunden. Viele kleine Zelte  und große Zeltdächer in allen Regenbogenfarben geben Ruhe und Herberge. Und andere Gemeinden machen es ähnlich. Gelebte Solidarität und Liberalität.

HH Altona StJohannisG20 web

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UN EHRE Muenchen schmal web


Medieninformation des Instituts für Kunst und Forschung
vom 4. Februar 2015:

DEUTSCHLANDS …. UN.. EHRE

Mit einer ästhetischen Intervention wurde heute das Kriegerdenkmal an der Dachauer Straße in München verändert. Dort stand der Text:

SIE STARBEN FÜR DEUTSCHLANDS RUHM UND EHRE
DEN TOTEN DER BAYERISCHEN EISENBAHNTRUPPE
IM WELTKRIEG 1914-18

Mit der Entfernung von fünf Buchstaben wurde der geschichtlichen Wirklichkeit und der heutigen historischen Kenntnis Rechnung entsprochen.
Das Denkmal wurde 1922 errichtet, 1945 zerstört und 1962 mit dem unsäglichen militaristischen Text neu errichtet. Alljährlich werden dort Kränze der Bundeswehr angebracht, so als wäre die Bundeswehr immer noch der Auffassung, das entsetzliche Morden habe Deutschlands Ruhm und Ehre befördert.
Wir hatten die Bundesministerin für Verteidigung gebeten, das Denkmal zu verändern oder mit einem Text zu ergänzen, der etwas so lauten könnte:
»Wir trauern um die Soldaten der Bayerischen Eisenbahntruppe, die in dem sinnlosen und furchtbaren Krieg 1914-18 ihr Leben verloren. Wir wollen für Frieden sorgen und Kriege verhindern.«
Die wurde in einem Schreiben des Oberst im Generalstab abgelehnt, weil sich um ein »Sachzeugnis« handle, das »dauerhaft und unverfälscht erhalten werden soll«.

Wir sind der Auffassung und sehen uns in Übereinstimmung mit dem Grundgesetz, dass der militaristische Geist dieses Kriegerdenkmals nicht unverändert bleiben darf und dass nie mehr junge Menschen mit der Illusion in Kriege geschickt werden dürfen, sie würden für »Deutschlands Ruhm und Ehre« töten und sterben.
Die demontierten Buchstaben haben wir nach Berlin an Frau von der Leyen geschickt, als Denkanstoß für einen neuen Text, der von Trauer und Friedenswille geprägt ist, statt von mörderischem Ruhm und falscher Ehre.

Wolfram P. Kastner (Künstler)
Hans-Peter Berndl (Künstler)

KD DachauerStr Muenchen web

UN EHRE Muenchen web

Brief an Frau von der Leyen vom 14. Januar 2015:

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Die Bundeswehr hat die veränderte Inschrift inzwischen mit einer schwarzen Platte verdeckt.

 

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Wolfram P. Kastner und seine Kollegen vom Institut für Kunst und Forschung schrieben »Trauer« auf die schwarze Platte. Die Schrift wurde entfernt und die Platte mit Wagenschmiere unbeschreibbar gemacht. Daraufhin klebten die unermüdlichen Kriegsgegner die Buchstaben »FRIEDEN!« auf die Platte. Nach drei Tagen war auch dieses Wort verschwunden.

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Information des Instituts für Kunst und Forschung vom 12. Mai 2015:

Munchen 12 Mai 2015 web

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Aktion am 13. Juli 2015:
Neue Tafel und Brief an Frau von der Leyen

KD Aktion2 web

Sehr geehrte Frau von der Leyen,
wir haben heute am Kriegerdenkmal in München an der Dachauer Straße eine Tafel angebracht mit dem Text:

Wir trauern um alle,
die im Weltkrieg 1914 – 18
grausam und sinnlos
ihr Leben verloren.

Die Toten mahnen uns,
mit allen Kräften
für Frieden zu sorgen
und Kriege zu verhindern.

Wir dürfen sicher davon ausgehen, dass Sie nichts gegen die Bekundung von Trauer und die Sorge für Frieden und gegen Krieg einzuwenden haben und diese Tafel  dankbar entgegen nehmen als sinnvolle und notwendige Ergänzung des Kriegerdenkmals.

Der militaristische Text aus dem Jahre 1926 "SIE STARBEN FÜR DEUTSCHLANDS RUHM UND EHRE" wurde vermutlich - entsprechend der Kontrollratsdirektive 30 - nach dem verbrecherischen II. Weltkrieg zerstört und erst 1965 im "Kalten Krieg" wieder erneuert.

Er erregt heute vielfach Ärgernis und widerspricht  dem heutigen allgemeinen und sicher auch Ihrem Friedenswillen. Deshalb gehen wir davon aus, dass der Text zu Trauer und Friede auch in Ihrem Sinne ist und dort auf Dauer erhalten bleiben kann.

Wir bitten Sie, uns das zu bestätigen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter Berndl                                    Wolfram P. Kastner

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Den Aussagen der Kriegerdenkmäler etwas entgegensetzen

Gegendenkmäler in Hamburg hat Kerstin Klingel in ihrem Buch:
»Eichenkranz und Dornenkrone« (Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, 2006) dokumentiert.

 

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Flensburger Denkmalstreit

Im Frühjahr 1967 forderten die Pastoren von St.Marien, der ehemaligen Garnisons- und ältesten Stadtkirche Flensburgs, die Entfernung des Kriegerdenkmals in der Kirche. Sie stellten damit das nationalprotestantische Verständnis der lutherischen Kirchen in Frage und die Landeskirche vor eine Zerreißprobe. Die knappe Mehrheit der Pastorenschaft und der Propst standen auf ihrer Seite. Traditionsverbände und Bundeswehr, vertreten durch den Prinzen zu Schleswig-Holstein und die Admiralität der Bundesmarine hielten dagegen.

Auch »Der Spiegel« verfolgte die Kontroverse um das Kriegerdenkmal in der St.Marienkirche. Hier können Sie den Artikel lesen:
www.spiegel.de/spiegel/print


Am 14. März 1967 gab dpa folgende Pressemitteilung heraus:

»Der Verstand der evangelischen St.-Johannis-Gemeinde in Flensburg hat beschlossen, aus grundsätzlichen und architektonischen Gründen das an der Außenwand der Kirche angebrachte Krieger-Denkmal entfernen zu lassen.
Das Denkmal besteht aus vier Steinen mit den Namen gefallener Soldaten aus dem ersten Weltkrieg. Nach Ansicht des Kirchenvorstandes gehört der Geist, aus dem heraus dieses Denkmal 1922 errichtet wurde, einer überholten Zeit an. Damals sei die evangelische Kirche eine eifrige Dienerin staatlicher Interessen gewesen. Von den Zeugnissen dieses Geistes habe sich die christliche Gemeinde heute entschlossen zu trennen.
Auch in anderen Kirchen Flensburgs wird mit ähnlichen Schritten gerechnet, nachdem die Pastoren der St.-Marien-Gemeinde die Entfernung eines in der Kirche befindlichen Kriegerdenkmales bereits vor 14 Tagen angekündigt hatten.«

Flensburg Denkmalstreit SternMack1967 web

© stern/Mack

• Das letzte Bild mit dem Krieger: die drei Pastoren von St. Marien, von links nach rechts: Gerhard Jastram, Dr. Oswald Krause und Wolfgang Friedrichs

Der damalige Bundesjustizminister Gustav Heinemann freute sich drei Jahre vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten über die drei Flensburger Pastorenen und schickte ihnen ein Glückwunschschreiben, in dem er sie ermunterte, fest zu bleiben. Er zeigte so erneut seine demonstrativ strikte Haltung gegen das Militär.


Stephan Linck dokumentiert in seinem Buch »Als im Kirchenamt ›die Hölle los‹ war: Wolfgang Grell – ein Pastorenleben zwischen Rotariern und RAF« die Vorgänge in Flensburg auf den Seiten 20-26.

 

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In Stephan Lincks 2. Band »Neue Anfänge? – Der Umgang der Evangelischen Kirche mit der NS-Vergangenheit und ihr Verhältnis zum Judentum 1965 - 1985« wird der Flensburger Denkmalstreit ausführlich dargestellt. Für 24,90 Euro zu bestellen bei: www.glaubenssachen.de


Ausserdem erschien zum 50. Jahrestag des Flensburger Kirchenstreits 1967 das Buch »Bruchlinien« von Stephan Linck, herausgegeben von Broder Schwensen, Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte e.V., Band 83. Für 19,90 Euro zu bestellen bei: www.stadtgeschichte-flensburg.de


Auch Stefan Brömel, Lehrbeauftragter der Universität Flensburg, hat in seiner Schrift »Die Apo in der Provinz« dem Theologieverständnis der Flensburger Pastoren und ihrem Einfluss auf die politische Stimmung in dieser spannenden Zeit einige Seiten gewidmet.

 

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initiativen

Es tut sich was im Lande

Informationen, Aktionen und Reaktionen


Im Zusammenhang des Gedenkens an den 1. Weltkrieg werden bisweilen auch die Kriegerdenkmäler zum Thema in den Medien und Veröffentlichungen von verschiedenen Organisationen und Gruppen gemacht. Sie veröffentlichen Arbeitshilfen und laden zu Veranstaltungen ein. Darauf wollen wir an dieser Stelle hinweisen. Wir werden diese Rubrik fortlaufend aktualisieren, gern auch mit Hinweisen, die wir von Ihrer Seite erhalten.

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HH Dammtor 2.11 web

Weiße Wäsche –
Kunstaktion DENK MAL!

Im Sommer 2014 lud Ulrich Hentschel, der Studienleiter für Erinnerungskultur der Ev. Akademie der Nordkirche zu einer temporären Kunstaktion in Hamburg und Schleswig-Holstein ein:

»Kriegerdenkmäler – Stumme Zeugen ins Gespräch bringen

Kriegerdenkmäler befinden sich in vielen Dörfern und Städten, in und an Kirchen,  in Parkanlagen und Friedhöfen. Oft werden sie über-sehen, bisweilen durch neonazistische Gruppen instrumentalisiert und regelmäßig am Volkstrauertag für kommunale Gedenkfeiern, oft mit kirchlicher Begleitung, genutzt. 

Die meisten dieser Denkmäler wurden in den 1920er Jahren errichtet. Sie dienten der nationalistisch aufgeladenen Sinngebung für den Ersten Weltkrieg und wurden zu Propaganda-Stätten für die ideologische Vorbereitung des Zweiten Weltkriegs.

In einer landesweiten Aktion zum 75. Jahrestag des deutschen Angriffs gegen Polen am 1. September 1939 sollen einige dieser Denkmäler durch eine zeitlich auf ein bis zwei Wochen begrenzte Kunstaktion ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht werden.


Die Künstler Axel Richter vom KunstHaus Schüberg und Uwe Schloen aus Bremen erklären ihre Kunstaktion so
:

›Blickwechsel – Regionale Betroffenheit und landesweite Verbundenheit generations-übergreifend anzuregen und zu verknüpfen ist die Aufgabe. Dazu braucht es ein leichtes, spielerisch mehrdeutiges und vielfach einsetzbares Objekt. Es braucht ein bildnerisches Mittel, das Bezugs- und Verfremdungsaspekte zu Stein und Bronze, Inschrift und ortsspezifischer Grünanlage entstehen lassen.

Das Bild der Wäscheleine  mit weißer Wäsche erfüllt in seiner Einfachheit, in seinem Kontrast der häuslichen Intimität zum öffentlichen Denkmal alle erforderlichen Kriterien. … weiße Wäsche, Unschuld, Kindheit, dreckige Wäsche waschen, Friedensfahne, Wäsche im Wind, der Fahne nach, Heim und Herd …  

Durch die Auswahl der Kleidungsstücke werden zusätzliche Aspekte gesetzt. Nicht nur Väter und Söhne, sondern auch Mütter und Töchter, die ganze Familie ist angesprochen. Es ist der alte Konflikt zwischen der Freiheit menschlich Individuellem und dessen Missbrauch — Leidtragende sind vor allem die Kinder.

Historische Denkmalinschriften werden mit Gedanken des Alltags oder Wider-Sprüchen kontrastiert.

Technisch leicht aufgestellt mit zwei oder drei  2,5 m hohen Stangen und Fundamenten, kann die Wäsche auf der gespannten Leine fixiert werden. Die Länge und der Verlauf der Leine sind der Ortssituation anzupassen.‹

Gefragt sind Kirchengemeinden, Bürgervereine und -Initiativen, Geschichtswerkstätten, Jugendgruppen und Kommunen, ob sie vor Ort eine solche Kunstaktion durchführen oder mittragen wollen und können. Der Arbeitsbereich Erinnerungskultur und das KunstHaus bietet dafür ihre Beratung und praktische Mitarbeit an.«

HH Bramfeld Leine schmal web


Lesen Sie mehr über den Verlauf der einzelnen Kunstaktionen bei Kriegerdenkmäler Hamburg: >Bramfeld, >Dammtor, >Harburg und >Ottensen und bei Kriegerdenkmäler Schleswig-Holstein: >Ahrensburg und >Ammersbek.

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Pinneberg 2017

Verschiedene Institutionen und Privatleute aus Pinneberg haben ein Aktionsbündnis geschlossen, um das Kriegerdenkmal am Bahnhof (siehe auf dieser Website unter >Kriegerdenkmäler >Schleswig-Holstein O-W >Pinneberg) in eine kritische Erinnerungsstätte umzuwandeln. Am Dienstag, 20. Juni ab 19 Uhr soll eine erste Informations- und Diskussionsveranstaltung stattfinden, zu der nicht nur alle Bürger eingeladen sind, sondern ausdrücklich und persönlich auch die Vertreter der Fraktionen der Ratsversammlung Pinneberg und die Mitglieder des Kulturausschusses und der zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Veranstaltung findet statt im Gemeindehaus der Christuskirche, Bahnhofsstraße 2b.

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Plakat als PDF

Am 7. Juni erschien ein Artikel im Pinneberger Tageblatt von René Erdbrügger.

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Im gegenwind

»DENK MAL! Kunstaktionen provozieren Aufmerksamkeit und Debatte« – so wird ein Artikel von Ulrich Hentschel auf der Titelseite des »Gegenwind« 312, September 2014, angekündigt. Der »Gegenwind«, Magazin für Politik und Kultur in Schleswig-Holstein, erscheint zwölfmal jährlich, er wird herausgegeben von der Gesellschaft für politische Bildung e.V., Kiel. Sie finden den Artikel online auf www.gegenwind.info >Themen >Geschichte >Denk mal – gegen Krieg.

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Evangelische Zeitung, 10. August 2014

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EZ zu Denk Mal Aktionen Mai2014

Evangelische Zeitung, 4. Mai 2014

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Bilderzyklus »14/18« von Uwe Appold

Bis 13. März 2016 waren die Bilder in der Flensburger St.-Nikolai-Kirche zu sehen. Deren Gedenkkapelle trägt Wandmalereien, die den Tod der Gefallenen als heldenhaft überhöhen. Dagegen ziehen Appolds Werke die Betrachter hinein in das Leiden der Soldaten im 1.Weltkrieg. Ein Dialog, wie der Künstler sagt.

            Verwundete Landschaft Uwe Appold web

            • »1917«: Verwundete Landschaft bei Verdun

Hier ein Bericht der Evangelischen Zeitung vom 25. Februar 2016

 

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»Damals nicht, jetzt nicht,
niemals!«

Das jüngste Projekt des Künstlers Volker-Johannes Trieb zum Thema Krieg und Frieden wird bis 2018 an exponierten Plätzen gezeigt. Er hat es mit Schülern und Schülerinnen der Gymnasien des Landkreises Osnabrück verwirklicht. Die hölzernen Stelen sind aus Baumstämmen des Frontgebiets im 1. Weltkriegs entstanden, sie enthalten Granatsplitter und Patronenkugeln – Zeitzeugen der verheerenden Kampfhandlungen. Die Schüler und Schülerinnen gestalteten sie zu »Friedenszeichen«. Volker-Johannes Trieb: »Es geht darum, dass so etwas nie wieder passiert. Ist es schon Krieg, wenn an den Außengrenzen der EU Menschen sterben?«

Initiativen Osnabrueck web

Die Stelen auf dem Gelände der Varusschlacht im Osnabrücker Land – Museum und Park Kalkriese

Lesen Sie hier den Artikel von Helmut Kemper, Kulturbüro Landkreis Osnabrück aus der Publikation »Der Landkreis« 5/2015 über das Projekt:

 

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In einem Flyer wird das Projekt vorgestellt:

Initiativen Flyer web

Hier können Sie den Flyer des Projekts komplett ansehen. Wir bedanken uns herzlich bei Helmut Kemper für die Informationen und Bilder.

 

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Nein zur Instrumentalisierung des Gedenkens

In Mainz wurde der Opfer der Bombardierung der Stadt am 27. Februar 1945 gedacht. Im Vorwort zur Broschüre mit dem Veranstaltungsprogramm der Stadt Mainz zum 70. Jahrestag der Zerstörung von Mainz schreibt Oberbürgermeister Ebling:

»Wir brauchen diesen Tag des Gedenkens, weil unsere Zukunft auch auf Erinnerung und Erfahrung gründet. Gerade heute, da eine Generation in der Verantwortung steht, die die Schrecken dieses Weltkriegs nicht erlebt hat, müssen wir die Erinnerung bewahren. Nur dann können wir uns auch verantwortungsvoll an internationalen Einsätzen beteiligen.«

Es ist kaum zu glauben, aber offensichtlich wahr: Oberbürgermeister Ebling will das Gedenken an die Schrecken des Krieges nutzen, um für deutsche Militäreinsätze zu werben. Dazu passt, dass OB Ebling am Volkstrauertag einen Kranz am Kriegsmarinedenkmal niederlegen ließ. Auf dem Denkmal ist zu lesen:

Den Gefallenen zum Gedächtnis
Den Lebenden zur Anerkennung
Künftigen Geschlechtern zur Nacheiferung

Text nach einer Veröffentlichung des DFG-VK Mainz


Am 18. November 2014 brachte der Mainzer Friedensaktivist Hans Ripper den Kranz zurück ins Rathaus. »Wer am Kriegsmarinedenkmal ohne weiteren Kommentar einen Kranz aufhängt, macht sich die Botschaft zu eigen. Das ist unmissverständlich Aufhetzung zum Krieg oder gar zum nächsten Krieg!«

1 mainz kranz zuruck an burgermeister web

2 mainz kranz zuruck an burgermeister web

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Pax Christi  Internationale Katholische Friedensbewegung
Regionalverband Osnabrück/Hamburg

Richte unsere Füße
auf den Weg des Friedens

Arbeitshilfe für ein Gedenken an den Beginn des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren

 

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