NEUE SICHT AUF ALTE HELDEN?

Kriegerdenkmäler in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach dem 2. Weltkrieg viele Denkmäler, mit zum Teil kriegsverherrlichenden Symbolen und Inschriften zerstört wurden. Aber immer noch sind heute viele hundert Kriegerdenkmäler dokumentiert. Etliche von diesen waren durch die Entfernung besonders militaristischer Darstellungen verändert worden. Gleichzeitig wurden vielerorts Tafeln zur Erinnerung an den 2.Weltkrieg mit deutlichen Friedensaufrufen angebracht. Vereinzelt wurden nach dem Ende der DDR alte Kriegerdenkmäler wieder aufgestellt, siehe zum Beispiel den »Soldaten« in Stolpe auf Usedom.

Noch bestehende Denkmäler zum 1.Weltkrieg sind oft mit den bekannten Widmungen versehen: Unseren gefallenen Helden… Heldentod… Vaterland… auf dem Feld der Ehre... habt Dank ihr Krieger.

Neu erschienen sind die ersten vier Bände einer ausführlichen Zusammenstellung zahlreicher Denk- und Mahnmale aus der Publikationsreihe »Der Erste Weltkrieg – Das Andenken an die Gefallenen im Weltkrieg 1914-1918« von Matthias Hübner (www.dorfkirchen-in-mv.de). Viele unserer Fotos durften wir mit seiner freundlichen Erlaubnis übernehmen.

Ein Klick auf das Bild öffnet die Spalte mit Texten und Fotos zum Denkmal. Haben Sie weitere interessante Informationen oder historische Bilder zu den vorgestellten Kriegerdenkmälern? Dann würden wir sie gerne auf dieser Seite veröffentlichen.

Milow

Landkreis Uckermark

Das Kriegerdenkmal steht dicht bei der Dorfkirche von Milow. Der zweistufige Sockel aus behauenen Feldsteinen verschwindet fast vor der Kirchenmauer gleichen Aussehens. Die Sockelmitte trägt eine Steinplatte mit der Inschrift:

Herr mach uns frei

Auf dem Sockel liegt ein Stein in der Form eines Sarges.

MP Milow gesamt web


Im zugemauerten Nordportal der Kirche kann man die Namenstafel der 15 getöteten Soldaten des 1. Weltkrieges lesen mit Dienstgrad und Sterbedatum. Unter einem Relief von Stahlhelm, Messer und Eichenlaub steht:

1914   1918
Unsern gefallenen Kameraden

             MP Milow Tafel web


Zum Denkmal gibt es einen kurzen Abschnitt in der 1948 von Hermann Fürst verfassten Milower Dorfchronik: »Das Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges 1914-1918 an der Hauptpforte zum Kirchvorplatz ist am 30.05.1926 eingeweiht worden«.

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Vor dem Kriegerdenkmal steht, im Aussehen wie ein ganz normaler Grabstein, das Denkmal für die toten Soldaten des 2. Weltkriegs.

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Morgenitz

Auf Usedom, Landkreis Ostvorpommern

Der Gedenkstein für die getöteten Soldaten des 1. Weltkriegs steht vor dem Glockenstuhl der Kirche in Morgenitz. Der große Findling trägt eine rechteckige Bronzeplatte mit runder Auswölbung am oberen Rand.

MP Morgenitz Kriegerdenkmal web


In der Mitte der Platte ist ein Soldat in voller Kampfausrüstung abgebildet: geschultertes Gewehr, Patronengürtel, Tornister, Stock, Stahlhelm, feste Stiefel; aber auch eine Rose im Knopfloch und das Gewehr mit Eichenlaub geschmückt. Vielleicht soll es die realistische Darstellung eines mit Begeisterung losmarschierenden Soldaten am Beginn des Krieges sein? An den Seiten kann man dann die 15 Namen der toten Soldaten lesen.

Inschrift oberhalb:
1914 – 1918
Starben für’s Vaterland:

Inschrift unterhalb:
Lebt dem Vaterlande, für das wir starben!

MP Morgenitz Platte web

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Vor dem 2. Weltkrieg hat Pastor Wilhelm Hörstel mit vielen Helfern, sechzehn Pferden und diversen Flaschenzügen den Stein aus dem Gothensee nach Morgenitz geschafft. Damals war der See an seinen flachen Stellen ohne Wasser, weil er zur Landgewinnung teilweise trockengelegt worden war.

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Neukalen

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Im Park an der Peene steht die Denkmalsanlage für die getöteten Soldaten des 1. Weltkriegs aus Neukalen. Eine achtstufige Treppe führt auf die kleine Anhöhe mit dem Denkmal. Der Steinmetzmeister Georg Berendt aus Neukalen hat es entworfen und mit seinen Leuten 1930 errichtet. Das Denkmal wurde mit vorgefertigten Steinblöcken an Ort und Stelle aufgebaut. Die Inschrift in großen bronzenen Lettern lautet:

Vergiss mein Volk die treuen Toten nicht!
1914 - 1918

An der linken und rechten Seite befindet sich jeweils eine gegossene Bronzetafel mit den Namen der toten Soldaten. Oben sitzt ein Adler mit aufgestellten Flügeln, eine Kralle auf einem Stahlhelm. Am 19. Oktober 1930 wurde es in seiner ursprünglichen Form (siehe unten) eingeweiht. Die Inschrift 1939 - 1945 wurde nachträglich angebracht.

MP Neukalen web

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Die Geschichte

nach einem Text von Wolfgang Schimmel:

Bald nach Ende des 1. Weltkriegs gab es verschiedene Bemühungen, die Gefallenen aus Neukalen und Umgebung zu ehren. So wurden 1922 zwei hölzerne Gedenktafeln in der Kirche aufgehängt. Ab 1925 gab es konkrete Bemühungen durch den Kriegerverein zur Aufstellung eines Ehrenmals. Um 1929 wurde zur Beschaffung der nötigen Gelder eine Denkmalslotterie durchgeführt.

MP Neukalen Anzeige1 web

• »Neukalener Tageblatt« vom 12. März 1930

Es sollte kein einfacher Gedenkstein, sondern etwas Besonderes sein. Die speziell gegründete Denkmalsgemeinschaft wurde vom Gendarmeriemeister August Hasselmann geleitet.

 

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• »Neukalener Tageblatt« vom 21. Mai 1930

Die Denkmalsgemeinschaft verfasste einen Aufruf zur Gestaltung des Denkmals. In einem Geschäft am Markt waren bald verschiedene Entwürfe und Modelle zu sehen. Die Auswahl fiel auf den Vorschlag des Steinmetzmeisters Georg Berendt aus Neukalen.

Während Georg Berendt mit seinen Leuten im Sommer 1930 mit der Errichtung des Denkmals begann, sorgte ein eigens geschaffenes »Baukommitte des Kriegerdenkmals« dafür, dass die notwendigen Erd- und Transportarbeiten durchgeführt, Grünflächen und Blumenrabatten angelegt sowie Bäume gepflanzt wurden.

MP Neukalen Grundst1 web

• Grundsteinlegung, links: August Hasselmann, rechts Bürgermeister Franz Ziegler

MP Neukalen Grundst2 web

• Die gesamte Denkmalsgemeinschaft

                 MP Neukalen Errichtung web

• Meister Berendt und seine Leute errichten das Kriegerdenkmal

                 MP Neukalen Adler web

• Der 2,25 Meter große Adler war auf der Leipziger Messe ausgestellt und von der Denkmalsgemeinschaft gekauft worden. Diese nach einer Form gegossene Adlerdarstellung wurde einmalig nur in Neukalen verwendet.

MP Neukalen Aufmarsch web

• Bei der Weihe des Denkmals am 19. Oktober 1930 gab es einen gemeinsamen Ausmarsch der verschiedenen Vereine vom Markt zum Denkmalsplatz. Voran marschierte der Kriegerverein mit den Kriegerwiten, gefolgt vom Magistrat, der Schützenzunft, dem Gesangsverein usw. Mancher Neukalener Bürger mußte sich entscheiden, wo er sich einreihte, denn viele waren Mitglied in mehreren Vereinen.

                MP Neukalen Einweihung web

• Die feierliche Enthüllung war verbunden mit Ansprachen des Bürgermeisters Ziegler, des Pastor Hohmann, des Vorsitzenden der Denkmalsgemeinschaft Hasselmann und anderer Persönlichkeiten.

Während der Zeit des 2. Weltkriegs verwahrloste der Platz. Nach dem Einmarsch der Roten Armee forderten deutsche Kommunisten, die das Sagen im Rathaus hatten, von Georg Berendt  und seinem Sohn Heinrich die Entfernung des Adlers. Aus Angst vor Schwierigkeiten schlichen beide nachts in den Park, schlugen den Adler in  Stücke und versenkten alles in der nahen Peene. Eine unversehrte Abnahme des gesamten Adlers war ihnen leider unter diesen Bedingungen nicht möglich gewesen.

MP Neukalen ohneAdler web

• 1979: Das Denkmal ohne Adler, ohne Hinweis auf den 2. Weltkrieg

MP Neukalen 1995 Schimanke web

• Anfang der 90er Jahre: noch kein Adler, aber jetzt sind auch die Soldaten des 2. Weltkriegs unter den »treuen Toten« und werden mit Kränzen bedacht.

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Nach der »Wende« setzten sich Bürger der Stadt dafür ein, dass das Denkmal wieder einem Adler erhält.

                MP Neukalen 2007 web

• Am Volkstrauertag 2006 wurde das Denkmal mit dem neuen Adler geweiht. Hier die Ansprache von Pastor Johannes Höpfner:

 

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Lesen Sie die lange Fassung der Geschichte des Denkmals und einen Bericht über Steinmetzmeister Georg Berendt mit vielen historischen Fotos auf der Website der Stadt Neukalen:

www.stadt-neukalen.de

Wir bedanken uns sehr herzlich für die Genehmigung hier Fotos und Texte aus dieser sehr guten und ausführlichen Dokumentation verwenden zu dürfen.

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Pantlitz

Ortsteil von Ahrenshagen-Daskow im Landkreis Vorpommern-Rügen

Das Denkmal für die toten Soldaten des 1. Weltkriegs steht im Garten der Dorfkirche Pantlitz. Es besteht aus zwei Teilen: einer Stele aus Granit mit rechteckigem Grundriss, einem ungewöhnlich geformten oberen Abschluss und einer Bronzeplatte mit Relief und Inschrift und davor einem großen Findling mit Namenstafel, ebenfalls aus Bronze. Ein Haufen kleiner Findlingssteine verbindet diese beiden Elemente.

In der runden Aussparung am Kopf der Stele sieht man noch die Reste einer Befestigung. Dort wurde wahrscheinlich eine weitere Bronzeplatte entfernt. Darunter die längliche Platte mit dem detailreichen Relief eines Soldaten in voller Montur: Uniform, Stiefel, Stahlhelm, Patronengürtel, Schultertasche, ein aufgestelltes Gewehr in der rechten, eine Stabhandgranate in der linken Hand. Umlaufend ist der Bibelvers Johannes 15.13 in leicht veränderter Form zu lesen:

Niemand hat grössere Liebe
denn der
sein Leben lässt für seine
Brüder (auf den Kopf gestellt)

Die Ecken sind mit Eisernen Kreuzen ausgefüllt. Als Verbindungstück zur entfernten runden Platte ist oben noch ein mit Blätterranken verziertes Bronzeteil vorhanden.

Auf dem quergelegten Findling vor der Stele ist eine rechteckige Bronzeplatte angebracht. Eine Reliefborte aus Romben, Halbkügelchen und Blüten in den Ecken umschließt die 20 Namen und das Sterbedatum der Soldaten. Überschrieben sind die Namen mit:

Gefallen im Krieg ... (unleserlich) 

MP Pantlitz Kriegerdenkmal Schiwago Wikimedia Commons web

Foto: Schiwago / Wikimedia Commons


Das Denkmal steht auf der Südseite der Kirche, im Bild ist es gerade noch hinter der Feldsteinmauer links vom Portal zu erkennen.


MP Pantlitz Kirche Schiwago Wikimedia Commons web

Foto: Schiwago / Wikimedia Commons

Die Dorfkirche Pantlitz ist ein neugotischer einschiffiger Bau aus Backstein von 1868. Sie hat einen hohen Westturm mit achteckigem Aufsatz und Turmhelm. Seit 2006 ist sie Vorpommerns erste Radfahrerkirche.

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Pasewalk

Landkreis Vorpommern-Greifswald

Das Kriegerdenkmal auf dem Alten Friedhof ist den im 1. Weltkrieg getöteten Soldaten des Kürassier-Regiments »Königin« Pommersches Nr. 2 gewidmet. Der Stettiner Architekt und Bildhauer Adolph Dahl (1886 - 1940) hat es entworfen. 1921 war die Grundsteinlegung, am 11. Juni 1922 wurde es eingeweiht. Es ist ein sehr ausgewogenes, fast zierliches Denkmal aus Sandstein. Die Platte in der Mitte trägt die Inschrift:

1914 (Eisernes Kreuz) 1918

An beiden Seiten schließen sich je vier eckige Säulen an, die im Bogen geführt werden. Platte und Säulen sind verbunden durch einen schmalen Sockel und einen Architrav, oben aufliegende behauene Sandsteine mit der hervorgehobenen Aufschrift:

Die Königin-Kürassiere ihren teuren Toten

MP Pasewalk Kuerassier Denkmal gesamt web

            MP Pasewalk Kuerassier Helm web

Der Helm mit Spitze wurde vom Volksmund »Pickelhaube« genannt.

 

            MP Pasewalk Kuerassier Denkmal Wappen web

Das Wappen der Kürassiere: ein Königsadler mit Degen und Stock in den Krallen, viele Speere, die Königskrone und vor allem die Botschaft für die trauernden Hinterbliebenen und die noch lebenden Kameraden:

Durch Nacht zum Licht

 

            MP Pasewalk Kuerassier Krone web

Dem Kürassier-Regiment »Königin« Pommersches Nr. 2 stand ab Anfang des 19. Jahrhunderts die jeweilige preußische Königin, seit 1871 war sie zugleich auch die deutsche Kaiserin, als Regimentschefin vor. An den äußeren Säulen des Denkmals ist das Initial von Königin Luise, Ehefrau von König Friedrich Wilhelm III. dargestellt. Sie war von 1797 bis 1810 preussische Königin und wurde 1806 zur ersten Chefin des Regiments ernannt. Seitdem durften sich die Mitglieder des Regiments »Königin-Kürassiere« nennen.

MP Pasewalk Kuerassier Denkmal Namen1 web    MP Pasewalk Kuerassier Denkmal Namen2 web

Auf den acht Säulenfronten wurden die 238 Namen der Kürassiere nach dem Jahr ihres Todes geordnet. Der abgekürzte Dienstgrad ist vorangestellt, der Todestag wird nach dem Namen angegeben

MP Pasewalk Kuerassier Seitlich web

     MP Pasewalk Kuerassier Front web

Die Farbe der Kürassiere ist weiß: die Uniformen, die Darstellung der Pickelhaube und hier nun passend dazu der Kranz mit weißen Lilien.

MP Pasewalk Kuerassier Neu web

Der Gedenkstein für die Toten beider Weltkriege wurde 1990 ergänzt.

Alle Fotos sind von Mr.Pommeroy / Wikimedia Commons. Vielen Dank!

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Jahrelang sah das Denkmal so aus

MP Pasewalk 1995 Schimanke web


Laut Befehl Nr. 30 der Alliierten Kontrollbehörde vom 13. Mai 1946 (siehe weiter unten) mussten kriegsverherrlichende Attribute der Denkmäler entfernt werden. Das galt für alle Besatzungszonen, in der sowjetisch besetzten Zone wurde der Befehl allerdings konsequenter durchgeführt als im übrigen Deutschland. Nach 1990 wurde das Denkmal in Pasewalk – wie auch viele andere auf ehemaligem DDR-Gebiet – in nahezu ursprünglicher Form wieder hergestellt.

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Die Einweihung 1922

MP Pasewalk Kuerassier Einw web

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Kürassiere des Regiments Nr.2

MP Pasewalk Kuerassier Foto web

Namensherkunft

Das Wort Kürass (von französisch cuirasse für » Lederpanzer« von cuir für Leder) kam im 15. Jahrhundert im deutschen Sprachraum auf und bezeichnete den Brust- und Rückenpanzer des Reiters. Daraus abgeleitet entstand um 1500 die Bezeichnung Kürisser für die voll gerüsteten Ritter, sie ging später auf die Pistolenreiter über.

Die Kürassiere waren das Bindeglied zwischen den gepanzerten Lanzenreitern des Mittelalters und der neuzeitlichen Kavallerie. Erstmals kämpften mit Pistolen bewaffnete Reiterverbände 1547 in der Schlacht bei Mühlberg. Aus ihnen gingen die Kürassiere hervor. Die Kürassiere trugen bis in das 17. Jahrhundert hinein einen so genannten Trabharnisch, der bis zu den Knien reichte und über einen geschlossenen Helm oder eine Sturmhaube verfügte. Die typische Bewaffnung eines Kürassiers bestand seit dem 16. Jahrhundert aus zwei Pistolen und einem Rapier bzw. Reitschwert oder einem Degen. Vor allem Männer gehobenen Standes bemühten sich um die Aufnahme in eine Kürassier-Einheit, dort wollten sie an die ritterlichen Ideale des Mittelalters anknüpfen.

Nach Wikipedia

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Dem Krieg einen Sinn geben?

»Für die damaligen Großherzogtümer und die preußische Provinz Pommern waren die traditionellen Kavallerieregimenter äußerst repräsentativ. Auf den großen Gütern der norddeutschen Junker waren Pferdezucht und Offizierslaufbahn untrennbar miteinander verbunden. Ein Regiment zu stiften war nicht nur sehr ehrenvoll, es war vor allem sehr kostspielig und somit den Fürsten vorbehalten. Die Garnisonen der Regimenter trugen nicht selten maßgeblich zur Entwicklung der jeweiligen Städte bei. Pasewalk trägt sogar wegen seines Kavallerie-Regiments den Beinamen ›Kürassier-Stadt‹. So war jedes Regiment betrebt, seinen in erheblicher Zahl gefallenen Angehörigen ein würdiges Denkmal zu stiften. Diese sogenannten Regimentsdenkmäler gingen in ihrer Gestaltung oft weit über reines Totengedenken hinaus, meist strotzten sie nur so von militärischem Pathos, wonach sie gemäß der Direktive Nr. 30 1946 der Zerstörung unterlagen.«

Zitiert aus Matthias Hübner, »Der Erste Weltkrieg anhand von Kriegerdenkmälern in Mecklenburg-Vorpommern«, Band 4, Edition Hübner

Aus dem Befehl Nr. 30 der Alliierten Kontrollbehörde vom 13. Mai 1946

»Bei ihnen ist eine verbotene Absicht im Sinne des Befehls dort gegeben, wo durch angebrachte Inschriften, Embleme oder bildhafte Darstellungen über den Charakter des Totenmals hinaus dem Denkmal usw. ein militärischer Sinn gegeben wird. Als solche Inschriften gelten z.B. ›Vorwärts für Kaiser und Reich‹, ›Im Felde unbesiegt‹, ›Unseren siegreichen Helden‹, ›Ihr habt doch gesiegt‹ u.ä.m., als Darstellungen gleichen Inhalts sind anzusehen z.B. Darstellungen von Soldaten, die stürmen, marschieren, Handgranaten werfen, eine Fahne hochhalten, mit einem Ungeheuer ringen, Darstellungen, in denen ein Soldat an einen anderen eine Waffe weitergibt, u.ä.m. Auch einfache Wiedergabe von Waffen und Ausrüstungsgegenständen kann hierzu gezählt werden.«

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Gedenktafel in der Marienkirche

MP Pasewalk Kuerassier Kirche web

Die Gedenktafeln für die im 1. Weltkrieg getöteten Kürassiere wurden am 11. Juni 1922 in der Marienkirche angebracht. Sie sind mit Gott für König und Vaterland gestorben.

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Postkarten

MP Pasewalk Kuerassier Karte1 web

Die großzügige Kasernenanlage des Kürassierregiments »Königin« in der Straße »An der Kürassierkaserne«: Bei der Planung wurden die Kosten mit 1.657.684,75 Mark angegeben. Beim Bau konnten dann 200.00 Reichsmark eingespart werden. Erbaut wurde das Backsteingebäude von 1879 – 1882. Am 29. April 1882 ist es bezogen worden, die bis dahin bestehenden »Einquartierungen« von Soldaten in Privatwohnungen hatten ein Ende. Heute beherbergt die Kaserne  das Landratsamt.

MP Pasewalk Kuerassier Karte2 web

MP Pasewalk Kuerassier Karte3 web

Auf den alten Postkarten sieht man noch die Reliefs der Waffen, die senkrecht an den Frontseiten der äußeren Säulen angebracht waren.

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Röbel/Müritz

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

St. Nikolai ist eine gotische Kirche im Stadtkern von Röbel. In einem Nebenraum wurde (von der Stadt Röbel finanziert, die Kirche stellte nur den Raum) nach dem 1. Weltkrieg ein »Gedächtnisraum« eingerichtet, der dann aber in späteren Jahren eher als Abstellkammer benutzt wurde. 2006 begann ein Verein von Röbler Bürgern mit der Restaurierung des Raums.

            MP Robel St.Nicolai Tur web

 

            MP St.Nicolai Sarko web

Die Wände sind im unteren Bereich mit Sandsteinplatten kunstvoll und aufwändig verkleidet. Sie sind mit Namen und Jahreszahlen (bis 1920) beschriftet und tragen als Schmuckelemente Reliefs eines antiken Soldatenhelms, ein gesenktes Kurzschwert auf einem Strahlenkranz und bronzene Kappen mit je vier brennenden Herzen. Oberhalb der großen Platten zieht sich ein Fries durch den gesamten Raum. Dort sind wiederum Gruppen von insgesamt 143 Namen, getrennt von den Jahreszahlen des 1. Weltkriegs, zu lesen.

MP Robel St.Nicolai Sockel web

In der Mitte des Raums steht ein Steinblock in Form eines Sarkophags, auf dem mit Bronzebuchstaben die Inschrift angebracht ist:

Die Stadt Röbel u die vereinigt Kirchengemeinden v St Marien u St Nicolai ihren im Weltkriege für das Vaterland gefallenen Helden

Darunter sind ein Blumenkorb und rechts und links je ein Füllhorn im Relief herausgearbeitet worden. Rechts und links neben dem Sarkophag liegt je eine Kanonenkugel, davor steht zu den Öffnungszeiten eine brennende Kerze. Auf dem Sarkophag steht jetzt eine segnende Jesusfigur im Stil der Figuren am Anfang des 20. Jahrhunderts. Auf früheren Fotos kann man sehen, dass die Jesusfigur erst vor einigen Jahren wieder dort hinauf gestellt wurde, vorher lagen nur die Kananenkugeln auf dem Sarkophag, die Figur stand auf dem breiten ersten Sockel und davor ein Taufbecken mit Spendenbox. 2006 hat der Verein von Röblern begonnen, den als Abstellkammer benutzten Raum aufzuräumen. Eine Nachbargemeinde erhielt das dort abgestellte Taufbecken, die Jesusfigur, die wohl zu ihrem Schutz auf den Boden gestellt worden war, wurde wieder auf den Sarkophag gehoben. Danach begann die Wiederherstellung des Raums unter der Leitung der Diplom-Restauratorin Bettina Strauß, die zuvor schon für den Kirchenraum zuständig gewesen war. Ab 2010 ist der Raum nun wieder in seinem ursprünglichen Zustand zu sehen. Ein Erinnerungsbuch für toten Soldaten des 2. Weltkriegs, alle anderen Röbler, die im Krieg ums Leben gekommen sind und die Röbler, die im benachbarten Kriegsgefangenenlager Stalag IIA auf dem Gelände des Gutes Fünfeichen ermordet worden sind und verschiedene Tafeln zum 1. Weltkrieg aus anderen Kirchen, auch aus der älteren Stadtkirche St. Marien, sind dazu gekommen.

 

            MP Robel St.Nicolai Seite2 web

In dem Gewölbebogen auf der linken Seite steht die Aufschrift:

Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßet für seine Freunde. Joh. 15, vers 13.

Hier wird zitiert aus der Abschiedsrede des letzten Abendmahls. Zitat und Figur auf dem Sarkophag zeigt den gewünschten Bezug vom Opfertod Christi zum Kriegstod der Soldaten.

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Im Gedächnisraum stehen noch diverse andere Gedenktafeln. Diese besonders aufwändig dekorierte aus Holz wollen wir hier zeigen:
Das kunstvoll geschnitzte Werk enthält über allem thronend die Kaiserkrone und darunter im Wappen die Aufschrift »Für uns!«, geraffte Vorhänge, jede Menge Kordeln und Quasten, Fahnen mit speerartigen Stangen, Lorbeerzweige usw.
Auf der Schriftplatte stehen 48 Namen von getöteten Soldaten geordnet nach Sterbejahr im 1. Weltkrieg, dahintergesetzt ist jeweils der abgekürzte Herkunftsort und der Sterbetag.

            MP Robel St.Nicolai Tafelganz web

 

MP Robel St.Nicolai Tafel web

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Die Schmuckelemente der wände

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• Antiker Soldatenhelm

 

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• Gesenktes Kurzschwert im Strahlenkranz

 

MP Robel St.Nicolai Herzen web

• Bronzekappe mit vier brennenden Herzen

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St. Nicolai in der Röbler Neustadt

 

            MP Christian Pagenkopf Wikimedia C Robel web

                  Foto: Christian Pagenkopf/Wikimedia Commons

Die Kirche wurde zwischen 1270 und 1290 geweiht, im 19. Jahrhundert wurde sie umfassend restauriert. Ausbau und Renovierung von St. Nicolai sind stets 20-40 Jahre nach der Marienkirche in der Altstadt erfolgt, in allem jedoch repräsentativer, wie es dem Selbstverständnis der Bürger in der Neustadt entsprach. So auch der massige Turm, der zur Zeit der Raubritterkriege im 15. Jahrhundert nicht zuletzt auch als Wehr- und Wachturm erbaut wurde. Die im Jahr 2000 freigelegten Wandmalereien wurden dokumentiert und dann wieder mit weißer Farbe übertüncht.

 

MP St.Nicolai Tor web

Das vierstufige Südportal erhält – wie beim Höhendrang der gotischen Architektur üblich – durch eine giebelartige Bekrönung, einen sogenannten Wimperg, durch Strebepfeiler und Türmchen, ein zum Himmel strebendes Aussehen.

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Schönberg

Landkreis Nordwestmecklenburg

Das Denkmal für die toten Soldaten des 1. Weltkriegs ist von aussen in ein Fenster der Stadtkirche St. Laurentius und Katharina eingepasst. Es besteht aus glatten hellgrauen Sandsteinen, die über einem Sockel zum Kreuz gemauert sind. An der vorspringenden Mitte des Sockels ist ein Kranzhalter angebracht, der Querstein des Kreuzes trägt die Widmungsschrift in herausgehobenen geblockten Buchstaben:

Unseren im Weltkriege
1914 – 1918 – gebliebenen

Helden zum Gedächtnis

Ober- und unterhalb der Schrift läuft ein Mäanderband in gleicher Breite.


MP Schoenberg Denkmal web


Auf dem Platz vor der Kirche ist auch noch eine große Säule mit Adler für die toten Soldaten des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71 zu sehen. Rechts im Bild das Denkmal im Kirchenfenster.

MP Schoenberg Kresspahl Wikimedia Commons web

Foto: Kresspahl / Wikimedia Commons

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Historische Postkarte mit Kranz

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Stolpe

Landkreis Ostvorpommern

Ein in Stein gehauener breitbeinig da stehender Soldat in Kampfausrüstung: Uniform, Stahlhelm, Stiefel, Patronengürtel, Handgranate – vor der Kirche in Stolpe. 1921 wurde das Kriegerdenkmal erbaut. Eine schwarze Marmorplatte überdeckt die ursprüngliche Inschrift auf dem Podest. Auch auf dem Einweihungsbild kann man sie nicht mehr entziffern. Die heutige Tafel trägt die Inschrift:

Wir gedenken der Opfer
Wir mahnen zum Frieden

MP Stolpe SoldatNEU web
 

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Einweihung des Soldaten 1921

 

            MP Stolpe 1921 web

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Seine Geschichte

Zitiert aus dem Vortrag von Margrit Schimanke, gehalten auf einer Konferenz der Geschichtswerkstatt Rostock e.V. in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung, April 1996, S.1:

... stelle ich Ihnen hier als erstes Beispiel einen Weltkriegssoldaten aus Muschelkalkstein (etwas über Lebensgröße) in Stolpe auf Usedom vor. Er steht zum Kampf bereit, mit Felduniform mit Stahlhelm bekleidet, da, in seiner rechten Hand hält er eine Handgranate. Durch den ca. 1 1/2 Meter hohen Sockel ist er über den Betrachter erhoben. Das Entstehungsdatum ist nicht genau bekannt. Ich schätze, daß der Krieger Ende der 20iger Jahre aufgestellt wurde. Nach dem II. Weltkrieg mußte er auf Beschluß der Alliierten oder auch einiger Aktiver im Dorf vom Sockel.

Dazu näheres später. Da man sicher anderes zu tun hatte und auch nicht wußte wohin mit ihm, gelangte er in die Pfarrscheune. Dies muß recht bald nach Kriegsende geschehen sein, da das Denkmal bereits 1946 in einer Liste der militärischen Denkmäler als »entfernt« verzeichnet ist. In der Scheune unter Heu und Stroh begraben überdauerte es die Zeit, bis es 1992/93 Usedomer dort wiederfanden. Kurzerhand wurde der Soldat an seinem alten Platz an der Dorfstraße am Westrand des alten Friedhofes wieder aufgestellt. Ebenso neu hergerichtet wurde der Platz, mit einer niedrigen Hecke ist das Denkmalsareal gut abgegrenzt. Verändert ist lediglich die Inschriftentafel, typisch für den Umgang mit Kriegerdenkmälern in den letzten Jahren, wie auch andere Beispiele noch zeigen werden. ...

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Kriegerdenkmäler in der SBZ

Die Denkmäler, die die Nationalsozialisten aufstellten wurden zum allergrößten Teil 1945/47 vernichtet oder in Teilen beseitigt. Wiederum zitiert aus Margrit Schimankes Vortrag (S. 4-5), können Sie hier die Richtlinien der Deutschen Zentralverwaltung für Volksbildung in der Sowjetischen Besatzungszone in Bezug auf Kriegerdenkmäler und den eine Woche später herausgegebenen Befehl Nr. 30 der Alliierten Kontrollbehörde lesen.

 

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... Und dann stand er wieder da

             MP Stolpe2 Schimanke web

             MP Stolpe1 Schimanke web

• Im Jahr 1995 konnte Margrit Schimanke dann diese Fotos machen.

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Links lang in Mecklenburg

www.links-lang.de ist ein Internetprojekt aus und für Mecklenburg-Vorpommern. Hier ein Bericht über die Geschichte des Soldaten von Stolpe als Kommentar auf einen Leserbrief aus dem Jahr 2005. Wir zitieren:

Der auf einen Sockel gehobene Soldat würde »jedem neonazistischen Landser-Heft Ehre machen«, schreiben die Greifswalder in ihrem Leserbrief. Sie schildern ihren Eindruck wie folgt: »Handgranate in der Rechten, Patronengürtel und Feldspaten um den Leib. Die Tafel darunter klingt wie Hohn: Wir gedenken der Opfer. Das Schlimmste aber ist ein Kranz des Kameradschaftsbundes Insel Usedom, der in goldenen Lettern verkündet: Eure Taten sind unser Vorbild. Wes Geistes Kind die Urheber solcher Sätze sind, ist bekannt. Bestürzend aber ist, dass eine Gemeinde solch eine Demonstration des Ungeistes nicht nur duldet, sondern sich offensichtlich damit arrangiert. Auf einem zweiten Kranz steht nämlich: Kirche und Gemeinde Stolpe. Beide Institutionen wären hier eine Erklärung schuldig. Mahnung und Gedenken sind legitim – aber bitte nicht so! In das Bild passt, dass man unweit vom Denkmal noch immer ganz gut jenes Plakat lesen kann, dass eine »Pommersche Aktionsfront« (sicher schon vor längerer Zeit) mit BDM-Mädel-Porträt und graphischem »Stürmer«-Outfit gestaltet hat.«
Soweit unsere Leser. 

Was hat es mit Denkmal eigentlich auf sich? »Das hängt mit der Gräfin zusammen, deren Sohn im 1. Weltkrieg gefallen ist«, erzählt Wilhelm Langhoff. Der 75-jährige pensionierte Bäckermeister erinnert sich: »Die Russen haben das Denkmal '45 nicht angerührt, aber die deutschen Genossen haben verfügt, dass es verschwindet. Daraufhin haben wir im Gemeindekirchenrat beschlossen, es in der Pfarrscheune zu verstecken, wo es all die Jahre unter Holz verborgen lag. Wir haben im Dorf oft mit dem Gedanken gespielt, es wieder aufzustellen. Aber man konnte es sich ja nicht einfach bei Nacht und Nebel unter den Arm klemmen.« 

Vom Kreis sei seinerzeit vorgeschlagen worden, den Soldaten wenigstens »zu entwaffnen«. Aber darauf ließ sich die Gruppe um Langhoff nicht ein. Als die DDR unterzugehen drohte, schritten die Männer zur Tat. »Wir wussten: Wenn man uns da eingebuchtet hätte, hätte es ja nicht mehr lange dauern können.« Selbst Manfred Metz, damals als Pastor für Stolpe zuständig, habe davon nichts gewusst. Auf die Aktivitäten des Kameradschaftsbundes Insel Usedom angesprochen, sagt Langhoff: »Die verurteile ich auch. Für die Brüder müssten in der BRD die Gesetze geändert werden.« 


Der heutige Pastor, Hans-Ulrich Schäfer, sagt völlig wertfrei, dass er das Denkmal vor seiner Kirche so hingenommen hat, wie es ist. »Als gewisse Kräfte vor zwei Jahren begannen, hier ihre Heldengedenken zu veranstalten und Kränze niederzulegen, haben wir uns entschlossen, mit den Kranznierderlegungen zum Volkstrauertag unsere Sicht der Dinge darzustellen. Wir wollten ihnen das Denkmal einfach nicht allein überlassen.«

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                                MP Stolpe VTT.2006 web

Volkstrauertag 2006: In der Nacht vom Freitag zum Samstag hatten Unbekannte den Soldaten in ein zartes Rosa getaucht.

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Teterow

Landkreis Rostock

Das Klinkerdenkmal für die toten Soldaten des 1. Weltkriegs liegt weithin sichtbar auf der 90 Meter hohen Kuppe des Heidbergs. Es ist 1927 vom 12. Juni bis 25. September nach einem Entwurf des Architekten Paul Korff aus Laage als Aussichtsturm gebaut worden. Die Flügelbauten an den beiden Seiten des Turms tragen als oberen Abschluß einen Fries aus Metall, auf dem die Namen der 291 getöteten Soldaten aus Teterow und Umgebung zu lesen sind. An die Steinvorsprünge darunter können Kränze gehängt werden. 1999 wurden zwei Tafeln ohne Namen für die Kriegstoten des 2. Weltkriegs ergänzt. Im unteren Teil des Turms kann man durch eine zweiflügelige Gittertür einen Gedenkraum betreten.

• Die Gesamthöhe des expressionistischen Denkmals beträgt 20,1 Meter
• die Breite an der Basis 5,6 Meter, oben 7,7 Meter
• die Schwertlänge 8,5 Meter
• 114 Stufen, davon 88 auf der Innentreppe, führen auf die Plattform
• die Plattform liegt 114 Meter über dem Meeresspiegel
• verbaut wurden 23350 Ziegel und 972 Zentner Zement

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Foto: Ruchhöft-Plau / Wikimedia Commons

 

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Foto: Fischbuerger / Wikimedia Commons

Der Turm soll den Schaft eines in den Boden gerammten Schwertes darstellen. Margrit Schimanke schreibt 1998 in ihrem Beitrag für das Buch »Barlach – das Güstrower Ehrenmal« auf Seite 135:

»Als Form wählte Korff (1875 - 1945) den stilisierten Griff eines tief in die Erde gesteckten Schwertes. Der Symbolgehalt dieses Ehrenmals kann sehr verschieden gedeutet werden. Zum einen als das nun endlich in den Schaft gesteckte Schwert des Krieges, aber auch als ein Schwert, das darauf wartet, herausgezogen zu werden.«

Für die zweite Möglichkeit spricht die zusätzlich herausgemauerte Form eines langen aufgerichteten Schwertes auf der Fassade des Aussichtsturms, genau über der Tür zum Gedenkraum.

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Aus der Geschichte

Am 2. Oktober 1924 tagte der »Ehrenmalausschuss zur Errichtung einer Gedächtnisstätte für die Gefallenen der Kirchengemeinde Teterow« im 1. Weltkrieg unter dem Vorsitz des Molkereidirektors Wickboldt. Folgende Leitsätze wurden formuliert:

1. Standort: Fern vom Alltagsgetriebe in freier Natur und weitem Gelände (deshalb Standort Heidberg)
2. Schlichtheit: Kriegerehrungen vertragen keinen Prunk. Behauene Steine in einer kraftvollen Landschaft sind nüchtern und kalt (deshalb Backsteinbau)
3. Wahrhaftigkeit: Nicht falscher Glanz durch Gold und Bronze, keine Siegesgöttinnen
4. Persönlich: Nicht allgemeine Inschrift, sondern Tafeln mit allen Namen der Gefallenen zur Erinnerung für die lebenden Angehörigen und deren Nachkommen.

Während der Inflation verhinderte die Geldentwertung immer wieder den Baubeginn. Finanziert wurde das Kriegerdenkmal schließlich über Spenden und eine Lotterie. Als Hauptgewinne waren ausgelobt: eine Standuhr, eine Nähmaschine und ein Teppich.

Am 7. April 1927 beschloß die Ehrenmalkommission die Annahme des Entwurfs von Architekt Paul Korff aus Laage. Die Bauausführung wurde dem Maurermeister Krentzin aus Rostock übertragen. Die eigentlichen Arbeiten sollten die ortsansässigen Maurermeister Kohlert und Rathke ausführen. Der ursprünglich angesetzte Preis von 10.850 RM erhöhte sich letztendlich auf 18.000 RM. Die preisgünstigere Stahlbetonausführung wurde zugunsten eines Backsteinbaus verworfen.

Am 12. Juni 1927 war die Grundsteinlegung. Der Vorsitzende der Denkmalskommission Molkereibesitzer Wickbold hielt eine Ansprache. Anschließend wurde mit symbolischen Hammerschlägen das Fundament gelegt.

Am 25. September 1927 beging man unter breiter Beteiligung der Teterower Öffentlichkeit die Einweihung mit 12 Böllerschüssen und Glockengeläut. Alle 35 Denkmalkommissionsmitglieder waren anwesend, u.a. Propst Schumacher und Bürgermeister Dr. Scharf. Das Programm in Kürze: »2 Uhr nachmittags Abmarsch der Vereine vom Wilhelmsplatz, Rückmarsch 5 Uhr – Marktplatz Auflösung!«

1979 wurde der Turm als »Mahnmal für die Opfer des 1. Weltkrieges« in die Kreisdenkmalsliste aufgenommen.

1989 wurde das Kriegerdenkmal wegen Verwitterung der Turmkrone und allgemeiner Verwahrlosung bis zur Instandsetzung geschlossen.

Seit 1991 kümmert sich der »Heimatbund Teterow e.V.« um das Denkmal.

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Der Gedenkraum

MP Teterow innen2 web


Auf dem Foto oben sieht man noch die alte Inschrift im Rahmen über dem Kreuz. Nach erfolgter Renovierung des Innenraumes wurde er am Volkstrauertag 1991 mit einer neuen Gedenktafel in einem Festakt wieder eingeweiht. Der Stahlhelm durfte bleiben.

Schon ein Jahr vorher hatte der Heimatbund Bundespräsident Weizsäcker angeschrieben, in der »Heimatgeschichte« des Nordkuriers wird am 19.1.1991 berichtet:

»Da nach erfolgter Restaurierung des Innenraums der gotischen Halle im Innenraum des Teterower Ehrenmals auch wieder eine Inschrift angebracht werden soll, schrieb der 2. Vorsitzende des Heimatbundes e.V. Hans Joachim Sänger Ende letzten Jahres an den Bundespräsidenten. Es ging um die Einwilligung des Bundespräsidenten, R. v. Weizsäcker, ihn zitieren zu dürfen. Mit Datum vom 11. Dezember 1990 erhielt der Heimatbund ein Schreiben aus dem Bundespräsidialamt in Bonn, wo Volker Schluroff u.a. im Auftrage des Bundespräsidenten folgendes mitteilt: , ... Der Herr Bundespräsident begrüßt Ihre Initiative zur Bewahrung und Pflege von heimatlichen Traditionen, Brauchtum und Denkmalschutz. Zur Frage der Verwendung des Textes der vom Herrn Bundespräsidenten anläßlich des Volkstrauertages gesprochenen Totenehrung kann ich Ihnen mitteilen, daß aus seinen Reden und anderen öffentlichen Äußerungen zitiert werden darf. ... Den gegenüber 1987 geänderten Wortlaut der Totenehrung aus Anlaß des Volkstrauertages am 18. November 1990 bitte ich der beigefügten Anlage zu entnehmen.«

Wir gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt.Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Kinder, der Frauen und Männer aller Völker, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.
Bundespräsident Richard von Weizsäcker

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Zwischenbericht 

Am 22.11.1991 schreibt ein Vertreter des Heimatbundes im Nordkurier unter der Überschrift »Renaissance des Ehrenmals«:

Dieses, am 25. September 1927, nach nur drei Monaten Bauzeit, errichtete Ehrenmal für die gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges aus Teterow und Umgebung, erlebte am Volkstrauertag 1991 seine erste offizielle Einweihung nach der begonnenen Objektrekonstruktion.

Die Wiedereingliederung des Ehrenmals in das gesellschaftliche Leben der Stadt, nach 45 Jahren offiziellen Vergessens in der früheren DDR, ist das Ziel des »Heimatbund Teterow e.V.«. Heimatverbundenheit und Traditionspflege sind auf dessen Fahne geschrieben.

An den Außenseiten, jeweils links und rechts in Höhe der alten Schrifttafeln beginnend und von oben bis unten den Platz dann ausfüllend, werden hier zukünftig die Namen der Gefallenen des 2. Weltkrieges – wie vordem in Metallplatten gegossen – angebracht werden.

Gegenwärtig wird die Rekonstruktion mit dem Wachlokal am Eingang des Ehrenmals fortgeführt.

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Alte Postkarte

MP Teterow Karte web

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Zeitgeist zwischen den Kriegen

Im August 1929 schreibt Oscar Gehring im Mecklenburgischen Monatsheft des Carl Hinstorff-Verlags Rostock:

Allenthalben, auf Plätzen der Städte und Dörfer, in Kirchenhallen oder in öffentlichen Gebäuden und Schulen, erinnern uns Gedenkzeichen als Bauwerke, Standbilder oder einfache Schrifttafeln an Deutschlands größte und zugleich schwerste Zeit. Stumme Buchstaben und harte Ziffern schließen Kampf, Sieg und Tod vieler, vieler Volksgenossen in sich ein. Sie gelten den toten Kameraden, die in jenen unvergeßlichen Augusttagen des Jahres 1914 in ehrlicher Begeisterung Gut und Blut, das Leben selbst zur Rettung des Vaterlandes einzusetzen bereit waren. Sie sind, wo allgemein gehalten, darum mittelbar auch Zeugen für die Tat des ganzen Volkes, formgewordener Ausdruck einer Gemeinschaft über den Tod hinaus, als Erinnerungsmäler den toten Helden geweiht, als Mahnmäler den lebenden und kommenden Geschlechtern hingestellt, damit sie in allen Prüfungen und zu jeder großen Aufgabe immer wieder zusammenstehen mögen – wie ein Mann. Fern jeder Überheblichkeit durften diese Steine gesetzt werden von einem Volke, das im Ertragen übermenschlicher Bürden und Gefahren seinesgleichen nicht mehr hat und das den Beweis hierfür durch nichts anderes als durch seine Existenz im »Trotzdem« liefert. So hat das aus gegenwärtigem Lebensgefühl erwachsene Monument einen doppelten Sinn; rückwärts blickend ist es sinnfälliger Ausdruck des Dankes und der Pietät, vorwärtsweisend hoffentlich Vorzeichen endgültigen Sieges und einer Morgenröte nach langer, schwarzer Nacht, die uns das Schicksal um des erhofften Aufstiegs willen auferlegt hat. »Wir haben manches verloren, um vieles zu gewinnen.« ...

In diesen Spalten wurden bereits wiederholt für die Weltkriegsgefallenen errichtete Denkmäler aus mecklenburgischen Gemeinden gezeigt, und zwar vornehmlich solche Werke, die schöpferischen Geistes und zwingenden Ernstes neue, unserem Lebensgefühl entsprechende Lösungen anbieten. Wie fast immer in der Kunst, wird es auch hier im engeren Bezirk nicht ohne Auseinandersetzungen abgehen können, diese aber sind fruchtbringend, wenn sie geistig bleiben. Am Konventionellen, zumal wenn es im Formalen allein stecken blieb, schärft sich der Geist nicht mehr, und die Seele gerät kaum in Schwingung. Wir denken jetzt dagegen an die hier gezeigten Bilder der Monumente von Ribnitz, aus dem Güstrower Dom, von Hagenow, von Teterow und schließlich auch von Doberan. ...

Denn – dies gilt vorab für uns – »das Normale nur maßstäblich vergrößert, wird nicht schon Größe an sich. Krieg und Erleben des Krieges wuchsen weit über die Norm hinaus. Darum kann die Monumentalisierung des Gefallenen-Gedenkens nur im Sinn absoluter Größe dargestellt werden«, so etwa drückte sich ein ehemaliger Frontkrieger einmal aus.

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Trent

Landkreis Vorpommern-Rügen

Auf dem Friedhof der St.-Katharinen-Kirche steht ein flacher Naturstein auf einem kleinen Hügel, darauf als Relief ein Stahlhelm und gekreuzte Schwerter.

MP Trent Chron Paul Wikimedia Commons

Foto: Chron-Paul/Wikimedia Commons

Auf der Vorderseite des Hügels eine Namenstafel, begrenzt von drei Granitquadern. Die Tafel ziert ein plastischer Eichenzweig aus Kupfer.

Inschrift:
Unseren Gefallenen zum Gedächtnis
1914-1918

Süß und ehrenvoll ist es für das Vaterland zu sterben

 

MP Trent Denkmal

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Usedom

Landkreis Ostvorpommern

Im Wald am Ortsausgang in Richtung Stolpe befindet sich das sogenannte Ehrenmal. Am Zufahrtsweg ist ein Hinweisschild aufgestellt. Das Denkmal hat die Form einer flachen Stufenpyramide. Die Spitze bildet ein übergroßer Altar, der 180 cm hoch, 370 cm breit und 240 cm tief ist. Insgesamt wirkt die Anlage wie eine germanische Thingstätte. Sie wurde 1923 von einem pommerschen Architektenteam entworfen.

MP Usedom gesamt

MP Usedom seitlich

An die mittlere Stufe sind drei Steintafeln gelehnt.

MP Usedom Tafel1  

Den Heimattreuen
die treue Heimat

in unauslöschlicher Dankbarkeit
den Gefallenen
der Stadt Usedom und der
Gemeinden Amtswiek, Paske
Ostklüne, Welzien und Wilhelmshof
zum Gedächtnis

MP Usedom Tafel2  

Niemand hat grössere Liebe
denn die,
dass er sein Leben lässet
für seine Freunde.

MP Usedom Tafel3 

Wir vergehen -

Deutschland, unser Vater=
und Kinderland
muss bestehen.


An der untersten Stufe ist nachträglich eine Tafel angebracht worden.

Gewidmet allen Opfern
von Gewaltherrschaft
Unterdrückung und Krieg

Sie war kaputt, als diese Fotos entstanden sind.

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Nach der »Wende« wieder hergerichtet

»Seit der ›Wende‹ 1989 gab und gibt es vielfältige Bestrebungen Denkmäler abzureißen, aber auch wieder andere zu errichten. ... Auch erst in den letzten Jahren wieder hergerichtet ist die Denkmalsanlage am Ortsausgang von Usedom auf Usedom. Hierbei handelt es sich um eine vorwiegend gartenkünstlerische Anlage, in deren Zentrum eine Art übergroßer Altartisch gleich einer Thingstätte steht. Ca. 1923 wurde die Anlage von einem pommerschen Architektenteam geschaffen, deren Namen leider nicht überliefert sind. ABM-Kräfte reinigten die Anlage und unterhalten sie derzeit.«

Zitiert aus dem Vortrag von Margrit Schimanke, gehalten auf einer Konferenz der Geschichtswerkstatt Rostock e.V. in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung, April 1996, S.5

• Im Jahr 2015 kann man viele Kriegerdenkmäler aufzählen, die nach der »Wende« wieder hervorgeholt worden sind (> Stolpe, > Alt Rehse) oder ihre entfernten Bestandteile wieder bekommen haben (Adler in > Neukalen, Helm > Pasewalk). Was motiviert die Menschen dazu?

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Wiek Auf Rügen

Landkreis Vorpommern-Rügen

Von vier Seiten kann man über drei Stufen den Denkmalsplatz vor der Kirche St. Georg betreten. Das Denkmal mit viereckigem Grundriss ist aus behauenen Natursteinen nach oben spitz zulaufend gemauert, auf der Spitze sitzt eine steinerne Kugel auf einem stilisierten Eichenkranz. 

MP Wiek DenkmalVorKirche web

Foto: Andreas Steinhoff / Wikipedia Commons

Kunstvoll herausgearbeitete Muster und ein Eisernes Kreuz im geschmückten Lorbeerkranz sind auf der Vorderseite zu sehen. Auf umlaufenden Bändern die Inschriften:

1914-1918
für Euch

Den Lebenden zum Vermächtnis,
Den Toten zum Gedächtnis
In ehrender Dankbarkeit,
die Kirchengemeinde Wiek


MP Wiek Denkmal nah web
Foto: Andreas Steinhoff / Wikipedia Commons

Die eingefügte Tafel auf der Vorderseite trägt unter einem Eisernen Kreuz die Inschrift:

In den Weltkrieg / zogen / aus unserer Mitte / für das Vaterland / in Kampf und Tod:

An den drei anderen Seiten sind die Namenstafeln eingelassen.

                MP Wiek Tafel 

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Historische Fotos

Früher war die umlaufende Inschrift schwarz eingefärbt und auf der Rasenfläche hinter dem Denkmal befand sich der Friedhof. Wir sehen hier das Denkmal ohne umstehende Bäume ...

   MP Wiek alt web


... und vor der Renovierung:


MP Wiek vor der Renovierung

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Kirche St. Georg

 

MP Wiek StGeorg Kirche web

Im Kirchenraum an der Säule gegenüber der Kanzel hängt eine Holztafel mit der Aufschrift:

Pastor Ernst Thimm
geb. am 18. Feb. 1905
gefallen am 17. Sept. 1941
im Osten als Leutnant an der Spitze seiner Kompanie


                MP Wiek Tafel Kirche web


Eingerahmt wird der Text oben von einem christlichen und unten von einem Eisernen Kreuz.

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